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Länder-
und Reise-Infos Venezuela
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Venezuela
ist mit einer Fläche von 916.445 km2 rund zweimal
so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Im Westen
grenzt das Land an Kolumbien und im Süden und Südosten
an Brasilien und Guyana, wobei der Grenzverlauf zu Guyana bis
heute umstritten ist. Im Norden erstrecken sich die Karibikstrände
auf 2.800 km und im Nordosten bildet der Atlantik eine natürliche
Grenze. Auch die 72 vorgelagerten Inseln zählen zum Staatsgebiet,
wovon die Isla de Margarita mit 1.150 km2 die größte
Insel ist, gefolgt von Coche, Los Frailes, Los Monjes und Cubagua.
Venezuela lässt sich in vier sehr unterschiedliche Großlandschaften
untergliedern. Einmal die im Westen gelegenen Anden, die auf
nur 12 % der Landesfläche rund 70 % der Bevölkerung
beherbergen. Der Pico Bolívar ist mit 5.006 m der höchste
Berg Venezuelas, gefolgt von den Bergen Pico Humboldt (4.942m)
und Pico Concha (4.922m). Die Region bis etwa 1.000 m ist mit
tropischer Vegetation bedeckt und in den Lagen zwischen 1.000
und 2.000 m bestimmen Kaffeeplantagen und größere
Städte das Landschaftsbild. Die Kartoffel- und Weizenfelder
liegen in einer Region über 2.000 m.
Eine weitere Zone ist die Karibikküste, die sehr heiß
ist und eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist. Im Westen konzentrieren
sich die riesigen, unterirdisch liegenden Erdölfelder rund
um das Maracaibo-Becken und den mit 13.000 km2 größten
See Lateinamerikas, den Lago de Maracaibo. Die einzige Wüste
des Landes liegt im Nordosten, auf der Halbinsel Paraguaná.
Die nahezu baumlose Tiefebene der Llanos mit dem riesigen Flusssystem
des Orinoco bildet den Zentralen Teil Venezuelas. Den Reichtum
der Region bildeten im 17. und 18. Jh. die riesigen Viehherden.
Zu extremen Regenzeiten sind die Ebenen überflutet, im
Sommer sind sie ausgedörrt.
Das Hochland von Guayana, das zwischen dem Orinoco und der brasilianischen
Grenze liegt, umfasst fast ein Viertel der Landesfläche,
jedoch nur 2 % der Bevölkerung. An zahlreichen Stellen
tritt in den weiten Savannen Granitgestein zutage, das ehemals
vulkanische Schlote bildete. Die markantesten Gebilde dieser
flachen Savannenlandschaften sind jedoch die Tepuis, die Tafelberge,
die fast senkrecht in beträchtliche Höhen aufragen
und bis heute nicht ausreichend erforscht und mythenumwoben
sind.
Die Hauptstadt des Landes ist Caracas mit rund 5,5 Millionen
Einwohner.
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Geschichte |
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Da
es in Venezuela keine Hochkultur wie die Maya oder Azteken gab,
sind die Zeugnisse der indianischen Urbevölkerung nur sehr
spärlich erhalten, bzw. nicht gänzlich entschlüsselt.
Einig ist man sich jedoch, dass die einzelnen indianischen Verbände
als nomadisierende Jäger und Sammler, Fischer und Bauern
lebten.
Die niedergeschriebene “Geschichte” Venezuelas begann
mit der Ankunft der spanischen Konquistadoren. Nachdem Kolumbus
Venezuela 1498 entdeckt hatte, folgte lediglich eine einzige friedliche
Erkundung, danach wurde das Land und seine Einwohner aufgrund
seiner reichen Perlengründe ausgebeutet. Ausgewählte
Orte der Küstenregion und im Landesinneren wurden inselhaft
kolonisiert und Zuckerrohr-, Kaffee- und Kakaoplantagen angelegt.
Diese wurden nach dem encomienda-System bewirtschaftet, das den
Kolonisten große Stücke Land und die Arbeitskraft der
Eingeborenen zusprach. Die Ureinwohner fielen hier sowohl den
schlechten Arbeitsbedingungen zum Opfer, als auch den importierten
Krankheiten aus Europa, denen ihr Immunsystem nicht gewachsen
war. Die daraus hervorgehende, wachsende ökonomische Bedeutung
des Landes verlangte nach einem entsprechenden politischen Gewicht,
das jedoch bis dahin die spanische Krone innehatte. Ende des 18.
Jh. prallten die Interessen des erstarkenden Bürgertums mit
den spanischen Kolonialbestimmungen zusammen, die in Simón
Bolívar ihren herausragenden Vertreter fanden, und bereits
am 5. Juli 1811 erklärte Venezuela die Unabhängigkeit
gegenüber den Spaniern. Die Unabhängigkeitskämpfe
gegen Spanien zogen sich jedoch noch bis 1821 hin. In der Folge
war das Land in viele Einzelregentschaften zersplittert und drohte
unter den Bürgerkriegen zu zerbrechen. Erst 1870 vereinigte
Antonio Guzmán Blanco als Präsident das Land, stärkte
die staatlichen Institutionen und brachte 20 Jahre Frieden. Nach
seiner Abdankung dominierten wieder Unruhe und interne Machtkämpfe.
Zwei Diktaturen unter Juan Vicente Gómez und Marcos Pérez
Jiménez musste Venezuelas Bevölkerung im 20. Jh. erleiden,
bis sie 1958 zur Demokratie finden konnte. Der Geist des Paktes
von Punto Fijo, in dem alle demokratischen Kräfte, Gewerkschaften
und Kirchen sich zur Unterstützung ausschließlich demokratischer
Regierungen verpflichteten, erfüllt bis heute die politische
Landschaft. Seither wirkt eine relativ stabile Demokratie mit
ungefährdeten Wahlen beruhigend auf das Land. Bereits die
erste Regierung unter Betancourt baute das Bildungswesen aus und
nahm eine umfassende Landreform in Angriff. Die sozialen Probleme
sind jedoch gravierend und zusammen mit Korruption und Misswirtschaft
wurde nach zwei Putschversuchen des Militärs der damalige
Präsident Carlos Andrés Pérez 1993 des Amtes
enthoben. Seit dem 2. Februar 1999 ist Hugo Chávez Frías
Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela. |
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Wirtschaft |
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Bis
Anfang des 20. Jh. wurde vor allem Kaffee, Kakao, Zuckerrohr und
Vieh exportiert. Erst dann entdeckte man die riesigen Erdölvorkommen
die Venezuelas Aufstieg sicherten. Mittlerweile zählt Venezuela
zu den größten Erdölexporteuren der Welt und sichert
so ca. 80 % der Staatseinnahmen. Da die anderen Wirtschaftszweige
stark in den Hintergrund gedrängt wurden, ist das Land von
dem auf dem Weltmarkt erzielten Erdölpreis stark abhängig. |
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Bevölkerung |
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Wie
auch in anderen Ländern der dritten Welt ist auch in Venezuela
die Alterspyramide stark pyramidal, 50 % der Bevölkerung
sind unter 50 Jahren. Inoffiziell leben 80 % der Bevölkerung
in armen Verhältnissen, meist in den Städten und im
Industriegürtel, der sich parallel zur Küstenkordillere
befindet. Die Mulitkultur eines Schmelztiegels bestimmt das Bild
der Bevölkerung. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung
(67 %) sind Mischlinge, 21 % Weiße, 9 % Schwarze und nur
noch 2 % Indios. Bis heute leben große Teile der indianischen
Bevölkerung in weitgehender Distanz zur modernen Zivilisation
im Dschungel. |
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Flora
und Fauna |
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Venezuelas
Pflanzenwelt ist äußerst artenreich und in Bezug auf
die Tafelberge bei weitem noch nicht erforscht; einige Tepuis
wurden noch nie von Menschen betreten. Detailliert auf Flora und
Fauna einzugehen, würde den Rahmen dieser Länderinfo
sprengen, weshalb wir nur einige prominente Beispiele aufführen
wollen, wie z.B. fleischfressende Pflanzen, Orchideen, Baumfarne,
Regenbäume, Palmen und Mangroven. Die spektakuläre und
vielfältige Tierwelt bestimmen Zitteraale, Piranhas, Wasserschweine,
Affen, Kaimane, Flussdelphine, Faultiere, der Jaguare und Ozelot.
Venezuela ist zudem das schlangenreichste Land nach Indien und
bietet Lebensraum für ca. 1.200 verschiedene Vogelarten,
zum Beispiel den Fettschwalm, Papageien, wie Aras und Tukane,
Reiher- Ibis- und Kolibriarten. |
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Religion |
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96
% der Venezolaner sind römisch-katholischen Glaubens. |
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Sprache |
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Die
offizielle Sprache ist Spanisch, es existieren jedoch noch weit
über 30 unterschiedliche Indianersprachen. Mit Englischkenntnissen
sollte man in Venezuela nicht rechnen, Grundkenntnisse in Spanisch
sind daher von großem Vorteil. |
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Wie
ist das Wetter in Venezuela? |
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Da
Venezuela in den Tropen gelegen ist, gibt es keine großen
Unterschiede in der jährlichen Tagestemperatur, also Sommer
und Winter. Unterschieden wird hingegen zwischen der Regenzeit
von Mai bis Oktober und der Trockenzeit von November bis April.
Generell ist Venezuela das ganze Jahr über zu bereisen.
Der Hochsommer mit trockenem, sehr warmem Strandwetter ist jedoch
bei einem Besuch der Llanos und der Anden empfehlenswert. Die
Regenzeit empfiehlt sich vor allem wenn man Schnee, üppige
Wasserfälle und hohe Wasserstände zum Beispiel für
Flussexpeditionen sucht. Im Dschungel ist das Klima schwer vorherzusagen.
Es kann durchaus vorkommen, dass während der Trockenzeit
auch mal heftiger Regen fällt oder traumhafter Sonnenschein
während der Regenzeit herrscht.
Der Temperaturmittelwert für das ganze Land und das gesamte
Jahr beträgt 23°C. |
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Welche
Reisedokumente benötige ich? |
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Für
die Einreise genügt ein bei der Ankunft noch mindestens
6 Monate gültiger Reisepass. Alle Touristen bekommen im
Flugzeug eine Einreisekarte ausgehändigt, die zu einem
Aufenthalt von in der Regel 60 Tagen berechtigt. Diese Karte
ist bei der Ausreise wieder abzugeben. Empfehlenswert ist es
immer, Kopien der Reisedokumente mitzunehmen und getrennt aufzubewahren.
Im Fall des Verlustes erleichtert dies die Ausstellung neuer
Dokumente enorm. |
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Geld/Währung |
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Landeswährung
in Venezuela ist der Bolivar. Die gängigen Kreditkarten (Mastercard,
Visa, American Express) werden in Hotels, Restaurants und den
meisten Geschäften akzeptiert. Auch an Geldautomaten kann
man damit Geld abheben, wobei die Automaten auch des öfteren
nicht funktionieren. Reiseschecks in Dollar kann man i.d.R. wechseln.
Für ländliche Gebiete empfiehlt sich die Mitnahme von
Dollar, wobei der Euro immer besser akzeptiert wird. |
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Strom |
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Die
Stromspannung beträgt 110V mit amerikanischem Steckersystem.
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Medizinische
Hinweise/Impfungen |
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Medizinische
Hinweise und Informationen zu den empfohlenen Impfungen erhaltet
Ihr beispielsweise auf der Website
des Centrums für Reisemedizin (CRM).
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Krankenversicherung |
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Eine
Auslandskrankenversicherung, die einen Rücktransport einschließt
ist sehr zu empfehlen. |
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Sicherheit |
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Wegen
der stark polarisierten Lage und der hohen Straßenkriminalität
ist zu erhöhter Vorsicht geboten. Unser einheimischer Reiseleiter
ist mit der Lage jedoch bestens vertraut und wird euch ausschließlich
durch die sicheren Gebiete Venezuelas führen. Vermeiden solltet
ihr das offene “zur Schau stellen” von Wertsachen
wie Schmuck, Fotokamera oder Geld. |
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Koffer
packen! |
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Den
besten Mückenschutz bieten langärmlige Hemden und Hosen
aus Baumwolle oder Leinen. Außerdem ist ein Hut als Sonnenschutz
und Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor, Regenschutz, Pulli oder
Jacke für die Nacht oder die Fahrt im Bus mit Klimaanlage
im Rucksack empfehlenswert. |
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Adressen |
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Botschaften
& Konsulate: |
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in
Deutschland:
Botschaft der Republik Venezuela
Schillstraße 9-10
10785 Berlin
Tel.: (0 30) 83 22 40-0
Fax.: (0 30) 83 22 40 20
General-
und Honorarkonsulate auch in Endingen, Frankfurt/M., Gelsenkirchen,
Hamburg, Kiel, München und Potsdam.
in
Österreich:
Botschaft der Republik Venezuela
Marokkanergasse 22
A-1030 Wien
Tel.: (01) 712 26 38/39
Fax.: (01) 715 32 19
in
der Schweiz:
Botschaft der Republik Venezuela
Schoffhaldenstraße 1
CH-3000 Bern 23
Tel.: (0 31) 350 57 57
Fax.: (0 31) 350 57 58 |
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Auswärtiges
Amt: |
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in
Deutschland:
Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Referat 040
11013 Berlin
Tel: (0 30) 50 00-0
http://www.auswaertiges-amt.de
in
Österreich:
http://www.bmaa.gv.at
in
der Schweiz:
http://www.eda.admin.ch |
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Deutsche
Botschaft in Venezuela: |
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Torre
La Castellana, Piso 10
Avenida Eugenio Mendoza con Calle José Angel Lamas
VE-La Castellana-Caracas
Tel.: +58-2-261 01 81
Fax.: +58-2-261 06 41
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